Donnerstag, 1. August 2019

Wieder ein Anfang? Oder Zurück auf Anfang?

Keine Ahnung warum, doch irgendwie hatte ich heute Vormittag den Gedanken, mal wieder zu bloggen. Es schien zuerst unmöglich wieder in diesen, meinem alten Blog, etwas zu schreiben, doch dann, plötzlich ging es doch.

Nun bin ich hier. Im Hintergrund läuft eine Playlist, die ich mir bei Spotify eingerichtet habe und ich versuche meine momentane Verwirrtheit in Worte zu fassen.

Negrita, meine Hündin, die im September 15 Jahre alt wird, hat mich in der Nacht wieder aus tiefem Schlaf geweckt, weil sie raus wollte. Das ist in den letzten Monaten öfters passiert, sie ist eben alt. Danach kann ich nicht wirklich wieder einschlafen. Nun bin ich ja auch nicht mehr die Jüngste und so ein unterbrochener Tiefschlaf grenzt schon an Folter. Doch, ich kann ihr nicht wirklich böse sein.

Gestern war ein wirklich außergewöhnlich blöder Tag. Doch, um das, was da so "blöd" war, wirklich erklären zu können, muss ich weiter ausholen - befürchte ich.

Es ist wohl schon länger als ein Jahr her, da machte mich eine Kollegin auf ein Buch aufmerksam. In diesem Buch ging es darum sich nicht immer im Mangel zu fühlen. Dieses sich "im-Mangel" zu fühlen, ist wohl ein ziemlich weit verbreitetes Gefühl. Ja, es wird im Folgenden um Persönlichkeitsentwicklung im weitesten Sinne gehen. Du kannst noch weiterscrollen, wenn dich das Thema nicht interessiert.


Da ich ja bereist 69 Jahre auf dieser Erde bin, hatte ich schon mehrfach den Wunsch mich zu entwickelt. Anja Meulenbelds Bücher waren so ein Auslöser. Oder die Songs von Gitte Henning und dann letztendlich die Bücher von Julia Cameron. Ja, ich habe schon eine Menge Arbeit geleistet, an mir, an meinen verschiedenen Anteilen. Dann war da der Zusammenbruch und die folgende lange Depression, in der ich kompetent begleitet wurde und aus der ich dann, weitestgehend, geheilt und mit vielen Erkenntnissen hervorgegangen bin.

Ach ja, so ein Leben hält so manche Überraschung für uns bereit. Oder etwa nicht?
Doch zurück zu Omega, dem Buch, in dem mir erklärt wurde, dass ich mich keineswegs im Mangel befinde, sondern, dass mein Leben ziemlich voll ist.Dann gab es da eine Gerichtsverhandlung.In der ging es um einen Mann, der meinte mich in meinem Studio schlagen zu dürfen. Es ging für ihn nicht so gut aus, er wurde in zwei Instanzen verurteilt. In der zweiten Instanz, also vor dem Landgericht, gab es vom Staatsanwalt und vom Richter jeweils einen Vortrag zu meiner Glaubwürdigkeit. Diese Vorträge haben offensichtlich einen Schalter bei mir umgelegt und ich konnte endgültig die "Opferrolle" verlassen. Als missbrauchtes Kind habe ich die sehr lange gefühlt, war sie ein Teil von mir.

Im März diesen Jahres, habe ich mir eine Auszeit gegönnt. Ich bin für eine Woche, mit meinen beiden Hundemädels, alleine nach Holland gefahren. Das war sehr wohltuend und ich bin voller Energie und guten Vorsätzen zurück gekommen. Ruckblickend weiß ich nun, dass es da einen Anteil in mir gibt und vielleicht auch in dir, der es nicht erlaubt lange in einem Meer aus guten Gefühlen zu schwimmen. Was ich sagen will ist, es gab dann, in den folgenden Wochen, eine sehr anstrengend Zeit für mich. Und dann, auch durch die schon erwähnte Kollegin, bin ich auf eine Plattform gelandet, in der es um Persönlichkeitsentwicklung ging und wie es der Zufall wollte, wurde gerade ein kostenloser Kurs angeboten, an dem ich dann teilgenommen habe.
Nach Abschluss gab es dann die Möglichkeit sich kostenpflichtig anzumelden um weiter Kursangebote zu nutzen. Es war der Satz einer Bekannten, die meinte, sie würde jetzt mal in-sich-investieren. Das machte mich nachdenklich und mutig und ich meldete mich auch an. Und was dann passierte war ziemlich großartig. Doch davon erzähle ich dann im nächsten Post, weil jetzt muss ich mit meinen Hundemädels raus und um 12:00h habe ich eine Verabredung, in der geht es u.a. um dasDesaster von gestern. Also bis Morgen!!

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