Sonntag, 27. Februar 2011

The nominees are....

Ja, beinahe hätte ich es übersehen, vergessen verpasst - nein bitte nicht. Soll ich schon mal vorschlafen? geht das überhaupt? Auf welchem Kanal wird das Spektakel denn im Original übertragen? Um was es geht?
Heute werden im
Kodak Theatre in Los Angeles die diesjährigen Oscars vergeben.

Er, der Oscar, ist 35 Zentimeter hoch, knappe vier Kilogramm schwer und sein Materialwert liegt bei rund 250 Euro. 
Die güldene Figur stellt einen Ritter dar, der auf einer Filmrolle steht und sich mit beiden Armen auf ein Schwert stützt. Die Filmrolle zeigt fünf Speichen, die symbolisch für die fünf Bereiche der Filmindustrie, also Schauspieler, Regisseure, Autoren, Techniker und Produzenten, stehen. Entworfen wurde die Statue von Cedric Gibbons, ab 1924 Art Director der legendären MGM-Studios. Zur Herstellung der Trophäe wird eine mit Gold überzogene Kupfer-Zinn-Legierung verwendet.
In der Vergangenheit gab es bei den Oscar-Galas immer wieder Aufsehen erregende Ereignisse: Z.B. die Anti-Bush-Rede von Michael Moore.
Im Jahr 2006 weigerten sich angeblich Mitglieder der Oscar-Akademie, Ang Lees "Brokeback Mountain" anzusehen. Die Juroren fühlten sich von der Filmstory, es geht um die tragische Liebe zwischen zwei homosexuellen Cowboys, unangenehm berührt. Der zuvor als Top-Favorit gehandelte Film gewann dann auch nur drei von acht möglichen Oscars - beste Regie, bestes Drehbuch nach einer literarischen Vorlage und beste Filmmusik.
Im Jahr 2002 gewann Halle Berry den Oscar als beste Hauptdarstellerin im Film "Monster's Ball" - und zwar als erste und bis heutige einzige afro-amerikanische Frau in dieser Kategorie überhaupt. Die zutiefst bewegte Berry brach bei ihrer Oscar-Rede mehrfach in Weinkrämpfe aus, widmete allen großartigen, farbigen Schauspielerinnen ihren Preis und rührte das Publikum im Kodak Theatre in Hollywood zu Tränen und Beifallsstürmen. Halle Berrys sentimentale Dankesrede wurde übrigens 2005 im Vorfeld der 77.Oscar-Verleihung auf Platz zwei aller je gehaltenen Oscar-Reden gewählt, direkt hinter Tom Hanks' Dankesrede, die er 1994 nach seinem Oscargewinn für den Film "Philadelphia" hielt.


Wusstes Du, dass es in der gesamten Geschichte der Oscarverleihungen, die 1929 ihren Anfang nahm, bisher nur drei Filme geschafft haben, in allen fünf Hauptkategorien (die da wären: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin und Bestes Drehbuch) die goldene Trophäe einzusacken? Das sind:
"Es geschah in einer Nacht" mit Clark Gabel aus dem Jahr 1934.
"Einer flog über das Kuckucksnest" von 1975 und schließlich "Das Schweigen der Lämmer" von 1991.

Einer der frühesten Skandale der Oscargeschichte sorgte im Jahr 1938 für Schlagzeilen: Als Schauspieler Spencer Tracy den Oscar als bester Hauptdarsteller für den Film "Manuel" entgegennahm, erlebte er beim Anblick seiner Trophäe eine faustdicke Überraschung. Auf dem Sockel war nicht etwa sein Name eingraviert, sondern dort stand "Dick Tracy", der Name einer bekannten Comicfigur. Zwar nahm Spencer Tracy die Verwechselung gelassen, aber seither werden die Namen erst nach der Verleihung eingraviert.


1973 sollte Marlon Brando den Oscar für seine schauspielerische Leistung in "Der Pate" bekommen. Doch der Hollywood-Star verweigerte die Trophäe. Stellvertretend schickte er die Indianerin S. Littlefeather mit einer von ihm verfassten Erklärung auf die Bühne. Brando begründete seine Ablehnung mit der abwertenden Darstellung von Indianern in amerikanischen Westernfilmen und der Diskriminierung der Indianer in den USA.


Nominiert heute sind z.B. für die

Beste Filmmusik

127 HoursA. R. Rahman
Drachenzähmen leicht gemachtJohn Powell
InceptionHans Zimmer
The King’s SpeechAlexandre Desplat
The Social NetworkTrent Reznor und Atticus Ross
oder 

Bester Schnitt

127 HoursJon Harris
Black SwanAndrew Weisblum
The FighterPamela Martin
The King’s SpeechTariq Anwar
The Social NetworkKirk Baxter und Angus Wall
oder, ganz wichtig (!)

Bester Animationsfilm 

Drachenzähmen leicht gemacht (How to Train Your Dragon) – Dean DeBlois und Chris Sanders
L’IllusionnisteSylvain Chomet
Toy Story 3Lee Unkrich
 
und hier sind die Nominierten für

Bester Film

127 HoursChristian Colson, Danny Boyle und John Smithson
Black SwanMike Medavoy, Brian Oliver und Scott Franklin
The FighterDavid Hoberman, Todd Lieberman und Mark Wahlberg
InceptionChristopher Nolan und Emma Thomas
The Kids Are All RightGary Gilbert, Jeffrey Levy-Hinte und Celine Rattray
The King’s SpeechIain Canning, Emile Sherman und Gareth Unwin
The Social NetworkScott Rudin, Dana Brunetti, Michael De Luca und Ceán Chaffin
Toy Story 3Darla K. Anderson
True GritEthan Coen, Joel Coen und Scott Rudin
Winter’s BoneAnne Rosellini und Alix Madigan
Viel Vergnügen, ich stelle Campagner kalt!

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