Samstag, 17. April 2010

Eyjafjallajökull...

...diesen ungewöhnlichen Namen werden wir uns merken müssen, denn schließlich sorgt seine Wolke für einen Flugzeugfreien Himmel, was das wohl für die Luftqualität bedeutet?
Auf Spiegel online gibt es dazu ein Video, nicht zur Luftqualität sondern zum Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull.

Und dann ist die Fotografie wieder einmal mein Thema.

Es kann sein, dass dies nur wenige interessier, für mich ist es jedoch sehr bedeutend was da von den Ausrichtern des World Press Photo Wettbewerbs mitgeteilt wurde: Dem ukrainischen Fotografen Stepan Rudik wurde der Preis aberkannt.

Um die Öffentlichkeit auf den Fotojournalismus aufmerksam zu machen, begann World Press Photo vor 54 Jahren in Amsterdam einen gleichnamigen jährlichen Wettbewerb zu organisieren. Jetzt gilt der World Press Photo Award als Goldmedaille des Fotojournalismus.

Es ist das erste Mal in der Geschichte des Wettbewerbs, dass einem Fotografen der Preis abgesprochen wird (Zitat der freelens Homepage): „Nach sorgsamer Abstimmung mit der Jury“ sei man zu der Überzeugung gelangt, das das Foto „die Wettbewerbsregeln verletzt habe“.
Dies ist das eingereichte Foto:
Zu der Entscheidung gelangte World Press Photo durch einen Vergleich des eingereichten Fotos mit dem Original-Raw. Originale müssen neuerdings auf Anfrage nachgeliefert werden. „Es habe sich heraus gestellt, dass ein Element von einem der Originalfotos entfernt worden sei“, hieß es.


Was ist „manipuliert“ worden? Für seine Reportage über ukrainische Straßenkämpfer hatte Rudnik aus einer Bildtotale einen Ausschnitt genommen und diesen als Schwarz/Weiß Foto am Rand abgedunkelt. Das war aber offensichtlich nicht der Grund für die Disqualifikation. Es war die Tatsache, dass der Fotograf unterhalb der verletzten Hand, die gerade verbunden wird, einen Fuß entfernt hat, der ihn offensichtlich störte. Hier der Link zu einer pdf Datei von freelens in dem es um dieses Foto geht.

Mich erschüttert nicht die Entfernung des störenden Fußes, sondern, dass aus einem belanglosen Foto mittels Photoshop ein premiertes Foto werden kann - so verkommen ist der Fotojournalismus inzwischen?

Kommentare:

mo hat gesagt…

Ich finde das sw-Bild sehr schön - aber was es mit Foto-JOURNALISMUS zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.
Du hast völlig Recht - es gehört in einen Wettbewerb zur kreativen Bildbearbeitung.
Da darf dann auch der Fuß wegretuschiert werden.

bussi
mo

Anonym hat gesagt…

Ich habe gerade 1 Woche VHS Kurs Photoshop hinter mir und kann danach nur sagen: Traue keinem Foto das du nicht selber gefälscht hast!
Es ist beängstigent was alles per Software inzwischen möglich ist.
Oh und übrigens, der Kurs war der Einführungskurs, ich will gar nicht wissen was ein Profi samt dieser Software alles anstellen kann.
LG aus der großen Stadt von
Frau-Irgendwas-ist-immer