Dienstag, 25. August 2009

Der Sinn des Lebens

Ja, was ist der Sinn des Lebens?
Hast Du dir diese Frage schon mal gestellt?
Oder es bisher erfolgreich vermieden?

Im Laufe meines Erwachsenen Lebens hat sich eine Art Konzept entwickelt, einem Drehbuch gleich. Je nachdem in welche Rolle ich geboren wurde, oder welche Rolle ich im Laufe meines Lebens entwickelt habe, macht dieses Konzept Sinn und meine Lebensform aus. Ändert sich in dieser Form zu leben etwas grundsätzliches, so ist das der Zeitpunkt für eine sogenannte Sinnkrise und damit der Beginn einer Reflexion über den Sinn des Lebens.
Ich könnte es mir auch einfach machen und sagen, Freude am Leben haben, das Leben "fühlen" macht Sinn. Im Moment jedoch habe ich das Gefühl, einfach alles zu tun um zu "überleben". Im ökonomischen nicht philosophischen Sinn - und genau das scheint mir nicht wirklich einen Sinn zu ergeben, weil dabei das Leben irgendwie auf der Strecke bleibt. Das Leben muss hier und jetzt einen Sinn machen, oder?

Panta rhei - Alles fließt!
OK, was ist mein Problem?
Ich denke mein Problem ist das Erinnern einer Traumschleife. Es geht dabei um ein Ereignis aus meiner frühsten Kindheit. Es war Sommer und ich war im Schwimmbad mit meiner Mutter. Ich sah's auf so einem Gummiring und bin davon abgerutscht und für Sekunden unter Wasser gewesen. Sicher war mein Leben nicht eine Sekunde in Gefahr und doch habe ich diese Sekunden unter Wasser als Trauma erlebt und, was besonders gravierend ist, ich habe keine Anschlusserinnerung von dieser Situation - bin ich verständlich? Ich erinnere in diesem Zusammenhang nicht, wie ich wieder Luft bekommen habe und über Wasser mein Leben weiterging. Die Erinnerungschleife besteht aus der unausweichlichen Situation unter Wasser.

Sinn ist für mich immer mit aktivem Handeln verbunden. Seit dem ich mich an diese Traumaschleife erinnere, habe ich zeitweise wieder das Gefühl nicht handeln zu können, so, wie in den Sekunden unter Wasser, fühle ich mich etwas übermächtigem ausgeliefert unfähig es zu ändern, gelähmt, winzig klein. Mein Leben scheint in solchen Momenten auch still zustehen. Klar, dass genau dann diese Frage auftaucht: Sinn des Lebens?
Also sollte ich wieder dazu übergehen zu denken, dass alles im Fluss ist und alles einen Sinn hat, auch wenn ich diesen im Moment noch nicht erkenne. Sollte mich an den kleinen Luxus-Momenten erfreuen wie z.B. mit meinen Hunden in einem See zu schwimmen und am Abend Sonnenbrand auf dem Rücken zu spüren- wann hatte ich das zum letzten mal? Wer kann an einem Montagmorgen einfach seine Hunde ins Auto packen und an einen See zum schwimmen fahren? Ich kann! Und meine beiden Hundinen schwimmen gerne und sehr gut. Also - Leben ist gut und sinnvoll.

Übrigens, das ist mein neuer Perlator

Kommentare:

Renate D. hat gesagt…

Hallo Beate,
ich habe mal gelesen, das Leben hat soviel Sinn, wie wir ihm geben. Damit wäre das bestätigt, was Du schreibst: Mit Deinen beiden Süßen zum See fahren, die Sonne am Rücken spüren, sich der Dinge bewußt zu werden, die man k a n n!!! Da zählt ja auch noch viel mehr dazu. Bei Dir besonders das Fotografieren oder Deine textilen Arbeiten. Ich glaube, wenn man sich diese Dinge bewußt macht, hat man schon viel vom Sinn seines eigenen Lebens erfaßt.
In diesem Sinne - einen sinnvollen Tag! Renate D.

Immertreu hat gesagt…

Genau diese Frage hat mich zur Philosophie gebracht. Man kann sie einfach mit Gott beantworten, sofern man glaubt. Ansonsten bleibt nur zu sagen, das man den Sinn selbst geben muss-auch wenn das nicht besonders einfallsreich klingt, ich habe über ein Jahrzehnt gebraucht das zu verinnerlichen und zu begreifen,da ich alle anderen Möglichkeiten, bis hin zu Sinn-losigkeit,durchdacht habe. Irgendwie ist es ja auch so, läge der Sinn irgendwo anders, also gäbe es eine allgemeingültige Antwort auf diese Frage (biologisch und evolutionär ist der Sinn sich fortzupflanzen,aber wir wollen ja darüber hinaus gehen) dann müssten wir nicht darüber nachdenken und suchen,und das wäre so passiv,das es nicht gut sein kann.
Ich habe mittlerweile den starken Eindruck,das Leben "spricht" mit uns, man spürt,welche Wege gut sind zu beschreiten, denn dann "flutscht" es, es "sollsein" oder passt eben gerade gut, und ich selbst bin auch schon Wege gegangen,die nicht sein sollten,und die führten nirgendwohin bzw. wieder zurück.
Zudem,man weiß nie wofür etwas gut ist! Manchmal wartet man ewig lange auf irgendwelches Geld,und dann steht eine fette Rechnung an die man mit diesem Geld bezahlen kann, wenn es endlich kommt.
Das Erlebnis unter Wasser musst Du intepretieren, Du bist wieder an die Oberfläche gekommen, war es Deine Kraft? War es eine helfende Hand? Und wenn dieses Erlebnis dazu diente, Dich dazu zu veranlassen Dir ebendiese, wichtige Frage zu stellen?
Und ja, genieße die Luxusmomente! Das ist der Vorteil von uns Freiberuflern/Selbständigen; kostet natürlich etwas Sicherheit,aber alles Gute ist eben meist nicht beisammen.
Einen tollen Tag!
Ela