Samstag, 1. März 2008

Was ist das nur, das uns meinen lässt, die Zeit verginge so unendlich schnell?

Ich arbeite nun seit ein paar Tagen an meiner Frühlingsstadt, an meinen Zuckerwattehäusern und Kissen. Angeregt dazu wurde ich die die Färbeergebnisse - und, weil ich das Haussymbol sehr mag. Ebenso wie Fenster und Türen - warum? Keine Ahnung! Mein Haus, my home - gemeint ist der Ort der uns /mir Sicherheit gibt, an den ich mich zurückziehe - sicher bin.

Sarah, meine Tochter, ist gerade aus dem Studentenwohnheim in eine kleine kuschelige Wohnung gezogen. Was mich an meine erste Wohnung erinnert. An meine zweite, die hatte eine Kombi aus Bad und Küche, dann meine dritte, meine vierte und die, in der ich jetzt wohne, also meine fünfte Wohnung. Das ist die, die ganz dringend renoviert und umgeräumt werden muss/soll. Nur gut das bald ein Magazin erscheint, das mir hoffentlich helfen wird, all die kleinen und großen Entscheidungen zu treffen, die beim Einrichten eines Arbeitsraumes getroffen werden müssen.

Wenn Sarah alle Kartons ausgepackt hat, in ihrer neuen Wohnung, dann bekomme ich sie und kann mein Zeug rein packen - ob mich das dann auch wirklich weiterbringt, werden wir dann sehen.

Sich sicher fühlen ist ein Grundbedürfnis, doch Menschen wie ich, mit einer Angsstörung, tun sich damit wohl eher schwer, doch ich arbeite daran. Wenn dann dieser Ort, der der letzte ist an dem ich mich zurückziehen kann, dort wo ich die Tür zuschließen und keinen Menschen rein lassen brauch, wenn ich nicht will, nicht mehr dem Leben entsspricht, das ich führe, wird es schwierig, denn die anderen Leben, die die ich nicht mehr lebe, sind auch noch da und nehmen sich ihren Raum. Und eine Umorganisation ist ein Ende und ein Anfang und ein Moment dazwischen - vor dem habe ich die meiste Angst. Das alte Leben geht und das neue ist noch nicht ganz da. Das ist so ein Moment, in dem ich finde, mir wird der Boden unter den Füßen wegezogen und der Halt, den mir die Wände meiner Wohnung geben ist nicht mehr zuverlässig, weil sich alles verschiebt - irgendwie.

Am Anfang der Woche bin ich durch einen Film im Fernsehen angetriggert worden, das hat mich ganz schön durchgeschüttelt und leider kein Ergebnis, hinsichtlich Erkenntnis, gebracht, auf jeden Fall keine, die mir bewußt wären.
Und dann entstanden meine Zuckerwattehäuser.

Wie sagte Sarah, sie hätte nicht geglaubt, dass es meine Arbeit wäre, als sie sie zum ersten mal gesehen hat, da sie so ganz anders sind, als das, was ich sonst mache.
Sie hat Recht.
Ich bin selber ein wenige erstaunt darüber, dass sie mir sogar selber gut gefallen. Vor allem, wenn sie alle so zuammen hier neben mir liegen gefallen sie mir gut.
Mir scheint es, als wenn sie etwas in mir heilen würden.....

1 Kommentar:

samate hat gesagt…

sie sind wunderschoen!!