Sonntag, 16. Oktober 2011

Ist es pervers.....

Breakfast to Day by Beate Knappe
Breakfast to Day, a photo by Beate Knappe on Flickr.
Erdbeeren im Oktober zu essen?
Eigentlich nicht, oder?
Was sich so manche Kunden erlauben ist da schon eher fraglich.
Da hatte ich eine Kundin, die wollte zuerst Ihre Familie fotografieren lassen, dann aber doch nur ihr Kind alleine. Ihr waren die 30 € Aufschlag auf Ihren Groupongutschein offensichtlich zu viel, soweit so gut.
Dann wollte sie immer wieder das ich sie anrufe, dafür habe ich schlicht keine Zeit, und ich fange an Prioritaten zu setzen, ist das falsch? Wen ich einen Kunden habe, bei dem ein Umsatzvollumen vom mindestens 300,00€ anfällt nehme ich mir bei der Beratung gerne mehr Zeit, als bei der Kundin, die ich zuvor beschrieben habe.
Meine kreative Arbeit ist immer die gleiche, egal ob der Kunde einen GrouponGutschein hat oder mein normales Honorar zahlt. Ich bin eine Fotografin, die bei jedem Shooting alles gibt, solange es möglich ist, gestern war es nicht möglich, doch das war bei fast 200 Shootings in diesem Jahr zum ersten mal so extrem der Fall.

Gestern gab es vor den Shootings einen Engpass bei Beratungsgesprächen, weil ein Kunde, der von weiterher zu mir gekommen ist, auf der Autobahn Probleme hatte und wir noch nicht fertig waren als die nächste Kundin kam. Ich habe dann die Fragen der nächsten Kundin trotzdem beantwortet, doch Sie war irgendwie nicht zufrieden. Den Link zur Präsentation Ihrer Auswahl habe ich auch umgehend wieder freigeschaltet, wenn der nicht funktioniert, dann muss das nicht an mir liegen sondern kann an ihren Browser liegen und sie hat wunschgemäß ein Angebot erhalten.
Wobei sie sauer darüber war, das bestimmte Sonderpreise nicht für Fotosonderaktionen gelten, dass ist jedoch überall üblich, Sonderpreise können nicht miteinander kombiniert werden. Dann kann es passiert sein, dass ich aufgrund von Hektik, ihr nicht die PDF Datei an die Mail gehängt hatte und nun bekomme ich ein Mail von ihr in der sie mich aufs Übelste beschimpft.
Und dann hat sie mir auch noch gedroht: "Erlauben Sie mir zum Schluss noch eine Anmerkung: Da man selbstverständlich über ein solches Verhalten sowohl unter Müttern als auch im Bekanntenkreis spricht, sollten Sie darüber nachdenken, ob dieses Verhalten der Aufgabenerfüllung eines professionellen Dienstleisters – und als solcher treten Sie ja als Fotografin auf – grundsätzlich förderlich ist." Mit "Verhalten" meinte sie die Tatsache, dass ich sie nicht angerufen hatte, als sie es wünschte. Wann würde ich denn fotografieren, wenn ich Hunderte von Kunden wunschgemäß zurückrufen würde. Bei mir läuft der Kontakt über eMails, die kann ich schreiben wann ich will, anrufen eben nicht.
Und das nicht alle meine Leistungen "umsonst" sein können ist ja wohl auch klar, oder? Was ich damit sagen will ist, manche Kundinnen sind wirklich anstrengend und es lohnt sich nicht, sich mit Ihnen zu beschaftigen, ist meine Erkenntnis.
Ich muss mir einfach für solche Kundinnen ein dickes Fell anschaffen und mich mehr an den zufriedenen Kunden freuen, die schreiben: "Und ich sage es gerne nochmal: Die Fotos sind wirklich gut geworden! Vielen Dank dafür, und auch für die rasche Bearbeitung."


 Bin heute Morgen schon mit den Mädels eine Stunde im Wald gewesen, das war vielleicht wunderschön!!!!

Kommentare:

Lebenskünstler hat gesagt…

Wenn es dich tröstet: Das kommt wohl in fast jedem Beruf so vor. Ich kann da auch ein Lied singen...
Meine Erfahrung ist, je günstiger ein Angebot, desto höher die Ansprüche! Aber ich muss grad an eine Situation denken, wo ich mich als Kundin auch recht zickig verhalten habe. Wie kam's dazu? Andere Leute um mich rum, die, wie ich im Nachhineien erkannte, neidisch auf das waren, das ich so günstig bekommen hatte, machten es mir madig, sodass ich misstrauisch wurde. Es tut mir jetzt echt leid, dass ich mich habe beeinflussen lassen, aber man ist nicht immer dagegen gefeit.
Vielleicht war das bei deiner Zickenkundin ähnlich - so im Gespräch mit den anderen Müttern und Bekannten....

macsoapy hat gesagt…

Liebe Beate,

aus meinem Alltag als Dienstleister könnte ich Geschichten erzählen, dass die Heide wackelt. Das dicke Fell ist mir dabei leider immer noch nicht gewachsen.
Aber ich habe gelernt, in den konkreten Situationen ruhig zu reagieren. Niemand ist gezwungen, mit mir zu arbeiten oder mit mir Geschäfte zu machen.

Ich denke an Dich. Die guten Kunden überwiesen Gott sei Dank.

Gabi