Donnerstag, 7. Juli 2011

Guten Morgen!

 
Das war mal eine gute Nacht.
Das eigene Bett scheint ja wohl immer noch das Beste zu sein - mir geht es gut, ich habe keine Schmerzen und bin voller Tatendrang, denn ich bekomme immer wieder den Tipp mir Hilfe zu organisieren weil ich darauf "Anspruch" hätte.
Tja, die Realität sieht einfach anders aus.

Ich bin Kassenpatientin, weder in der Berufsgenossenschaft, noch gegen Unfall versichert, noch bekomme ich Krankentagegeld oder Lohnausfallgeld und Beamtin bin ich auch nicht und auch, wenn es eine Drückerkolonne geschafft hat mich als Mitglied bei den Johannitern zu gewinnen, bekomme ich von dort auch nur bezahlte Hilfe. Mit meiner Krankenkasse hatte ich vor der OP telefoniert und die würden nur den Verbandwechsel bezahlen, wenn der nötig wäre - was bei mir ja nicht der Fall ist.
Ich brauche eine Haushaltshilfe, denn versuche mal mit nur einer Hand alles das zu tun was so alltäglich nötig ist - es geht einfach nicht.
Dann sind da noch meine beiden Hunde die ich in Pension geben muss, weil ich nicht in der Lage bin sie zu versorgen, auch das ist nicht umsonst.

Nun ja, wenn ich es schaffen würde bis 10:00h beim Arzt zu sein könnte ich Glück haben, dass der mir die Notwendigkeit so einer Hilfe attestiert und dann könnte ich versuchen die Krankenkasse zu überzeugen mir dies zu bezahlen.


Ich bin seit kurz nach 7:00h ausgeschlafen, habe es geschafft einen Kaffee zu trinken und hoffe es auch zu schaffen mich ein wenig mehr als nur an den Händen zu waschen, doch schon beim anziehen hört es auf, befürchte ich und nur in Leggins auf die Strasse zu gehen - nö, das ist ausgeschlossen.

Vor 3 Wochen hatte ich meinen Unfall - seit dem habe ich mindestens 30 Ternmine nicht wahrnehmen können, habe also einen sehr hohen Verdienstausfall, meine Kosten laufen jedoch in gewohnter Höhe weiter, werde ich das überleben können? Ich weiß es nicht. Auch für die nächsten 2 Wochen habe ich alle Termine abgesagt. Ich muss den Arm schonen, damit der Bruch wieder verheilen kann, weil das die einzige Chance ist, dass ich den Arm frühestens Ende diesen Jahres wieder werde normal benuzen können.

Ich bin Fotografin und das ist mein Leben. Nicht im Studio zu stehen erzeugt Entzugserscheinungen. Ich kann im Moment keine Kamera halten und nur mit meinem Telefon Fotos machen und daher dokumentiere ich seit dem Unfall meinen Alltag eben auf diese Weise - so in ich ein wenig kreativ und und halte die Situation irgendwie aus.




Aus den ersten Fotos habe ich ein Buch gestaltet, noch vor der OP. Es ist 19 x 19 cm groß und hat 36 Seiten plus Cover und Front und ich verkaufe es für € 39,50.
Diese Fotos zeigen die Voder- und die Rückseite. Die nächsten Fotos zeigen ein paar Innenseiten







Ich werde in den nächsten Tagen mit der Fortsetzung beginnen, also Teil 2.

Es ist ein iPhon PhotoProjekt und mein Weg, dieses Desaster auszuhalten.

Bei Interesse kann das Buch über diesen Button bei mir bestellt werden und jedes verkaufte Buch ermöglicht mir eine Stunde bezahlte Haushaltshilfe, danke.






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