Montag, 13. September 2010


"Simplifying isn't meant to leave your life empty
-it's meant to leave space in your life for what you really want to do"
Zen Habits

Tja, das ist interessant, oder? Ich habe es gerade hier gefunden.

Heute habe ich um 7:00h meine beiden Mädels geweckt, weil sie um 7:15h von Claudia abgeholt wurden. Negrita hat sich endlich mal wieder von mir beschmusen lassen und Jeannie, die ja sowieso eng an mich gekuschelt schläft, wollte nicht wach werden, doch beide haben sich gefreut, als Claudia vor der Türe stand. 
Ich wollte meinen Fuss den ganzen Tag schonen, was ich bisher auch geschafft habe. Dabei ist das Wetter viel zu schön um den ganzen Tag im Haus zu sein, doch, mein Fuß wird es mir danken, so hoffe ich. Da ich einen Fotoauftrag fertig habe, habe ich mir "Urlaub" gegeben und gelesen: "Eat Pray Love", ich hatte es schon erwähnt, dass ich dieses Buch gerad lese und mir von Elizabeth Gilbert erzählen lasse, wie sie Italien findet und sich selber.
Dabei fällt mir plötzlich ein, wie oft ich in Italien gewesen bin: In Malcessine am Gardasee z.B. und in der Toscana, u.a. in Volterra.
"Damals" gab es noch keine Digital Fotografie und darum muss ich erst in meinem Archiv nach Fotos suchen und leihe mir in der Zwischenzeit hier eines von Volterra aus.
Meine Tochter, damals im Grundschulalter, war auf Bornholm und mein Kollege aus dem BILDWORT Pressebüro, das ich zu diesem Zeitpunkt hatte, fuhr nach Italien auf Urlaub und bot an, mich mitzunehmen.
Volterra war der Ort an dem ich mich entschloss zu bleiben, ohne etwas über ihn zu wissen. Er liegt in der Toskana, etwa 50 Kilometer südlich von Pisa und 50 Kilometer vom Mittelmeer entfernt und gilt als eine der schönsten Städte der Toskana.
Ich hatte mir, in einem ehemaligen Kloster, ein kleines, ein sehr kleines Zimmer gemietet. Es bot Jugendherbergs Charme und es hing ein Kreuz über dem Bett.

Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. entstand Volterra aus mehreren kleinen etruskischen Ansiedlungen, deren Bestand bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgt werden kann. Beeindruckend oder? Die sieben Kilometer lange Ringmauer rund um den Kern der Stadt entstand auch in dieser Zeit. Die hohe Lage der Stadt machte sie zu einer starken Festung. Im 12. und 13. Jahrhundert war Volterra eine Republik; im 14. Jahrhundert fiel es an Florenz.
In diesem Urlaub bin ich viel gelaufen und habe mich in dieser sehr alten Stadt richtig wohl gefühlt. Und ich erinnere mich noch gut daran, wie ich im Museum der Stadt, welches den Etruskern gewidmet war, ein Gefühl von Unendlichkeit spürte als mir klar wurde, dass tausende Jahren vor mir bereits Menschen hier lebten und sicher auch tausend Jahre nach mir hier leben würden. Obwohl mein eigene Existenz in diesem Moment verschwindend klein wurde, war es ein gutes Gefühl.

Gerade lese ich, das diese Stadt in Stephenie Meyers „Biss“-Serie eine Rolle spielt. Nun ja, damals hat mich eine Plakette am Staatsgefängnis, einer ehemaligen Festung der Medici, beeindruckt, die den Widerstandkämpfer gegen den Faschismus gedachte.
Volterra ist auch ein Zentrum der Alabasterverarbeitung.

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