Mittwoch, 14. Juli 2010

Guten Morgen!

Heute soll es wieder heiß & schwül werden - wie unangenehm.
Ich habe eine volle to-do-Liste und denke mal wieder über mein Leben nach.
Die beiden Filme, die ich mir gestern auf arte angesehen habe, haben das bewirkt.
Es ging um Sex und zufälligerweise hatte ich ja einen Tag zuvor von "Sahneschnitten" gesprochen.
Diese beiden Dokumentationen sprühten vor Kraft und Lebensfreude, nein, die Frauen in diesen Filmen taten es. Sie hatten alle das Gefühl mitten im Leben zu stehen obwohl sie sich im letzten Drittel befanden. Es war ein Genuss ihnen zuzuhören und zu zusehen, denn es waren echte, reale Menschen. Und eben Frauen die ihre Sexualität in einer Partnerschaft mit einem Partner lebten und alle die Lügen strafen, die behauten, die Lust auf Sex würde im Alter nachlassen.
Sicher, es ist gewöhnungsbedürftig, da unsere Sinne immer nur Bilder von jungen perfekten Körpern, die sich umarmen, bei diesem Thema abrufen, doch, es gibt eben auch alte Menschen die sich lieben und umarmen und dabei Lust empfinden und Glück. Unsere Zeit ist eine Zeit der Äußerlichkeiten, der Oberflächlichkeit. Alles muss jung, glatt und "schön" sein.
Alt und fett ist out.
Dabei waren die Frauen von Rubens  mal das Schönheitsideal einer Gesellschaft  - unvorstellbar, oder?
In den Dokumentationen bei arte ging es auch darum, dass Männer, wenn sie älter werden "reifer", also attraktiver werden und Frauen unsichtbar. 
Ja, das kenne ich und spüre ich. 
Es wird jedoch höchste Zeit, dass ich selber damit aufhöre mich unsichtbar zu machen oder an etwas anzupassen, an das es sich nicht lohnt anzupassen.
Ich finde mich fett und somit nicht attraktiv. 
Heißt das, ich muss mich unsichtbar machen? 
Entweder ändere ich es, was nicht geht, oder finde mich zurecht, was schwer ist. 
Akzeptanz heißt das Schlüsselwort. 
So wie ich akzeptieren muss, dass ich nicht immer so funktioniere wie ich es gerne hätte, sollte ich auch langsam meine Äußerlichkeit akzeptieren.
Ich möchte gesund leben. Das bedeutet für mich, ich möchte mich gesund ernähren, genügend, also viel, Wasser trinken, mich bewegen und, wenn es nicht mehr so heiß ist, moderat sportlich sein. Mein Augenmerk auf meine körperlichen Bedürfnisse richten und meine erarbeiteten Fortschritte wert schätzen - eben einfach mein Leben lieben und darauf bauen, dass es auch wieder Tage gibt, an denen ich keine finanziellen Problem haben werde. Alles in allem also positiv denken, denn was bringt es mir, wenn ich es nicht tue? Nix!  Eben!


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