Sonntag, 11. Juli 2010

Der Regenmacher

Nach dem ich mit meinen beiden Mädels am Rhein war, damit sie sich abkühlen konnten habe ich mich vor die Kiste gesetzt, also eher vor meinen Monitor, und habe den Fernseher eingeschaltet, den auf meinem Rechner und zufällig startete gerade dieser Film.
Ich habe ihn schon mal gesehen und Filme mit so einer Grundstimmung von Aussichtslosigkeit sind ja nicht gerade die Art von Film, die ich mir ansehen sollte, doch, ich tue es trotzdem. Denn, ich möchte mich entspann und ich weiss, hier geht es um Idealismus, etwas, was ich mir gerne ansehe.


Um was geht es? 
Es ist ein Film aus dem Jahr 1997, der auf dem gleichnamigen Roman von John Grisham basiert: Rudy Baylor (Matt Damon) hat gerade sein Jura-Studium beendet und strebt nun ins harte Berufsleben. Dabei gerät der Idealist ausgerechnet an den Kanzlei-Chef Brusier Stone (Mickey Rourke) und seine rechte Hand Deck Schifflet (Danny DeVito), die nur ein Ziel haben: Mit ihren juristischen Dienstleistungen so viel Geld wie möglich zu verdienen. Da werden dann auch gezielt Klienten akquiriert, die bisher noch gar nicht daran dachten, überhaupt einen Prozess zu führen.
Trotzdem ist der erste große Fall, den Baylor übernehmen darf, dann doch eine besondere Aufgabe. Dot Black, (Mary Kay Place), die Mutter des leukämiekranken Donny Ray (Johnny Whitworth) beauftragt ihn, gegen die Krankenversicherung zu prozessieren, die die Kosten für eine Behandlung ihres Sohnes abgelehnt hat und ihm damit jede Hoffnung auf Rettung nimmt. Dabei scheinen Rudy und sein Team gegen den Boss von "Great Benefits" (Roy Scheider) und deren Staranwalt Leo F. Drummond (Jon Voight) die schlechteren Karten zu haben, aber dafür haben Rudy & Co. umso mehr Kampfgeist.

Francis Ford Coppola ist der Regisseur dieses Films in dessen Vordergrund der "Fall an sich" steht - ein packendes Gerichtsdrama, das Einblick in das amerikanische Justizsystem (und teilweise einen schlechten Blick auf die Skrupellosigkeit der Rechtsanwälte) bietet. Ein  moralischer Film und eine Liebesgeschicht.

Da fällt mir ein, es gab schon einmal einen Film mit diesem Titel und die Schauspieler waren Burt Lancaster und Katharine Hepburn- ein wunderbarer Film aus dem Jahre 1956 nach dem gleichnamigen Theaterstück von N. Richard Nash:
Lizzie Curry, eine schon reifere Frau, lebt mit ihrem Vater und ihren beiden Brüdern auf einer entlegenen Farm in Kansas und führt ihnen den Haushalt. Sie will keineswegs den Mann heiraten, mit dem sie ihre Familie verkuppeln wollte. Während der Vater seiner Tochter Mut zuspricht, dass sich der Richtige noch finden würde, hat ihr älterer Bruder Noah nur Vorwürfe für sie übrig, weil er sie für altklug und besserwisserisch hält, was sie sich bei ihrem Aussehen kaum erlauben könne; stattdessen solle sie aus ihrem Aussehen etwas machen, lernen zu flirten und ansonsten ihre Meinung für sich behalten. 
Lizzie ist tief verletzt, doch sie glaubt Noah, dass sie nie einen Mann fürs Leben
Seit Monaten herrscht Dürre über dem Mittleren Westen. Billy Starbuck, ein vor Männlichkeit strotzender Glücksritter, trifft auf der Farm der Currys ein und verspricht ihnen für 100 Dollar Regen. Lizzie und Noah wollen sein Angebot ablehnen, aber H. C. Curry, das Familienoberhaupt, möchte sich erst einmal anhören, was er vorhat. Seine Kinder warnen ihn, aber Starbucks witziger Charme und seine schalkhafte Klugheit gefallen dem alten Curry. Unter dem Jubel von Jim, dem Jüngsten der Familie, gibt Curry nach und lässt sich auf den Handel ein. Zu allem Überfluss erscheint noch File, der Sheriff, seit einigen Jahren Witwer. Er bleibt zum Abendessen und wird Zeuge eines merkwürdigen Experiments, mit dem Lizzie ihn zu bezirzen versucht.
Derweil beginnt Starbuck – mit allerlei Hokuspokus – Regen zu „machen“. Mit Scharfblick erkennt er Lizzies Nöte und versucht sie davon zu überzeugen, dass Träume wahr werden, wenn man nur fest an sie glaubt. Lizzie, im Innersten angerührt durch Starbucks Worte, versucht mehr von ihm zu erfahren. Es gelingt ihm, sie im Laufe der Nacht schließlich zu überzeugen, dass sie – wie jede Frau – schön sei, wenn sie es nur wolle, und dass er sie liebe.
Lizzie ist nicht mehr spröde, sie wirkt nun jünger und schöner. Als der Sheriff am nächsten Morgen eintrifft, um Starbuck wegen Betrugs festzunehmen, bittet ihn der alte Curry um Gnade für Starbuck, hat er es doch geschafft, dass sich Lizzie als begehrenswerte Frau fühlt. File lässt sich beschwatzen und rät Starbuck, schleunigst zu verschwinden. Starbuck bittet Lizzie mit ihm zu kommen, um ihre Träume zu leben. File fasst sich ein Herz und bittet sie, nicht zu fahren, sondern zu bleiben – bei ihm. Lizzie kann es kaum glauben: zwei Männer buhlen um sie – und sie muss sich nun entscheiden…



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