Montag, 28. Juni 2010

Down

Gestern bin ich kurz vor 9:00h mit meinen Mädels in den Wald gefahren, denn da, so dachte ich, wäre es sicher gut auszuhalten, bei der aufsteigenden Hitze.
Der Wald war toll, nur leider war da mehr los als auf einem Jahrmarkt - ehrlich. Ich habe Hundemenschen getroffen die fragten sich, ob gerade eine Wettbewerb gestartet wäre, denn es waren unzählige Jogger u.äh. unterwegs, das hatte ich so noch nie erlebt.
Diese massenhaften Walker und Jogger verunsicherten Jeannie total, so das sie ständig in Hab-Acht-Stellung war und sich überhaupt nicht entspannte. Das hatte keine Zweck und darum bog ich wieder ab in Richtung Parkplatz.
Nach ein paar Runden, alle 3 Stunden, in unserem Pieselpark sind wir dann so gegen 18.00h an den Rhein schwimmen gefahren, das hat ihnen gut gefallen. Jeannie hat wieder ganz schön zugenommen, darum habe ich jede Form von Belohnung in Form von Essbarem, erst einmal gestrichen.
In meiner Wohnung ist es ganz gut auszuhalten - Hitzemäßig meine ich, mal sehen wie sich das in den kommenden Wochen entwickelt - wird es jetzt wirklich 7 Wochen so heiß bleiben?
Doch, das ist nun wirklich eher ein kleines Problem.

Mir geht es nicht so gut, bzw.ging es nicht so gut, vielleicht hat auch der Film, den ich gesehen hatte, noch dazu beigetragen, dass sich meine Stimmung so belastend entwickelt hat.

Meine geschäftliche/finanzielle Situation ist nicht gerade gut, sie ist schlecht, sie ist unendlich schlecht, grottenschlecht - so schlecht wie noch nie in meinem Leben. Mit so einer negativen Entwicklung hatte ich nicht gerechnet/nicht rechnen können.
Und nun?

Es ist mir schon öfters schlecht gegangen in meinem bisherigen Leben, doch da gab es immer wieder eine Lösung, die Chance sehe ich im Moment nicht. Da ist das Problem mit dem Finanzamt, der falschen Steuerberaterin, Jeannies Unfall, dem Einbruch in mein Auto - ich scheine mich einfach nicht davon zu erholen.

Als alleinerziehende Mutter/Studentin/Freiberuflerin habe ich nie so etwas wie "Rücklagen" schaffen können - doch jetzt bräuchte ich welche, damit ich meine Kraft nehmen und das Rad rumwerfen kann.

Eigentlich spricht "man" nicht über solche dunklen Zeiten, oder? Sie sehen nach Versagen und Misserfolg aus. Ich als Betroffene nach einer Verliererin und damit will keiner was zu tun haben. Ich wage es trotzdem, weil es das mich beherrschende Thema ist - und ich einen Ausweg suche.

Da habe ich meine schwere Depression überwunden, mich auf eigene Füße gestellt, alles getan damit es mir gut geht und nun scheine ich einen Endpunkt erreicht zu haben, denn es geht einfach nicht weiter, das Blatt wendet sich einfach nicht.
Und ich sehe keine Mglichkeit etwas daran zu ändern.

Ich  bin voller Energie und dem Glaube an mich selber in meinen Neuanfang gestartet, habe alle inneren Kritiker und Saboteure über Bord geworfen und, was hat es mir gebracht? Ich liebe das was ich tue und heißt es nicht immer: ich soll nur das tun was ich liebe dann würde schon alles gut weden? Und, wenn eben doch nicht alles gut wird, was habe ich dann falsch gemacht?
Ja, ich suche selbstverständlich den Fehler bei mir, wo denn auch sonst?

Wirtschaftskrise, ja schon, und? erleichtert das meine Situation? nicht wirklich!!!
Ich bin nun 60zig Jahre alt, sollte ich nicht jetzt ernten, was ich in meinem bisherigen Leben gesäht habe? Und, wenn ich nicht ernten kann, was habe ich falsch gemacht?

Kommentare:

Immertreu hat gesagt…

Ich weiß ja nicht wies ist,ob Du nun am Hungertuch nagst oder es einfach grad etwas eng ist,aber wenn man studiert und den Lieblingsberuf ausüben kann dann erntet man doch eigentlich die ganze Zeit,weil man selbst bestimmt und tut was man mag-so seh ich das zumindest immer. Vielleicht machst Du Dir einfach zuviele Sorgen?! Vieles braucht doch auch seine Zeit,ja Du bist 60, aber Du startest nochmal durch! das Wichtigste ist,wie Du schreibst-Du liebst was Du tust.DAS ist ein echtes Geschenk! Wieviele quälen sich in blöden Jobs rum-wir haben doch Glück,finde ich.
LG!

Wolle Natur Farben Raum hat gesagt…

Liebe Beate ich denke an dich und schicke dir ganz viel gute Gedanken und danke dir auch für deinen aufmunternden Kommentar...wünsche dir dass du dich bald wieder besser fühlen kannst und investiere weiter in deine Zukunft, denn die Vergangenheit ist ja vorbei und ich lese auch viel bei dir, ich bin frei und das ist auch ein hohes Gut in der heutigen Zeit, du hast die Freiheit in dem Beruf zu arbeiten den du studiert hast und du produzierst schöne Dinge und ich wünsche dir dass dieser Moment heute eine Phase von präkreativer Depression ist und ich bald wieder anderes von dir lese..
in diesem Sinne viele gute Gedanken
LG Anna

kirschkernzeit hat gesagt…

Oh,das tut mir so leid! Es ist gut, wenn man sich nicht immerzu verstellen muss hier; ich finde, gerade ein Blog darf auch den tristen Seiten Platz geben... Ich hoffe natürlich für dich, dass du einen Ausweg findest! Oder eine neue Möglichkeit, dein Leben so zu gestalten, dass du es geniessen und trotzdem dein Brot verdienen kannst!
Bora

wortmeer hat gesagt…

Liebe Beate, auch von mir alle guten Wünsche und Gedanken! Und meine Hochachtung vor Deinem Mut, so offen darüber zu schreiben. Herzliche Grüße von einer, die unkreativ einem Broterwerb nachgeht, und gern kreativ frei wäre.