Donnerstag, 3. Dezember 2009

Gabi hat mir einen längeren Vortrag zum Thema Polarität gehalten. Sie meinte damit vor allem die Einheit der komplementären Polaritäten, die sich ergänzenden Gegensätze, das Yin und Yang. Sie meint, dass alle Dinge in der Welt letztendlich in Harmonie stehen sollten oder können und dass auch scheinbare Gegensätze (z.B. Licht und Schatten) aus demselben Urgrund hervorgehen, und sich gegenseitig brauchen.
Ist die Polarität somit der Gegensatz des Dualismus?
Gabi meinte das universelle Gesetze der Polarität: Tag und Nacht, Mann und Frau, Gut und Böse, 0 und 1, usw. Also diese beiden Gegenpole, die wir uns auch auf eine Skala vorstellen können die sich in der Mitte treffen, dann ist Harmonie. Ich als Frau habe also den männlichen Part auch und wenn ich beide leben, den männlichen und den weiblichen Teil, dann bin ich in Harmonie? Und die Frauen, die, um sich komplett zu fühlen, einen Mann brauchen, können den Gegenpol in sich noch nicht leben?

Die Anzahl euren Meinungsäußerungen sagt mir, das Thema ist ein interessantes, darum möchte ich noch was dazu sagen und hoffe, es fällt mir alles ein, was mir dazu bei der Morgenrunde durch meinen Kopf gegangen ist.

OK, mache Dinge in unserm Alltag sind sicher einfacher, wenn wir zu zweit sind, Kinder erziehen, mehr als einen Hund versorgen z.B. Auch, wenn Zwei Geld verdienen, aber die Festkosten nur einmal aufreten, ist das ein Vorteil. Für Männer kann es von Vorteil sein, dass eine Frau ihnen den Rücken frei hält, eine Heim für sie schafft und für die Befriedigung ihrer Bedürfnisse sorgt, darüberhinaus noch eine schmückende Beigaben bei seinen Repräsentationspflichten ist. Er hat dafür die Aufgabe genügend Geld für ein Heim, die Putzfrau und den Zweitwagen zu verdienen, was ja bei solchen Rahmenbedingungen sicher auch möglich ist, denn der Job der Frau hat nur eine Alibifunktion.
Ich bin ohne großartige männliche Vorbilder in einer Familie von starken Frauen aufgewachsen, das hat mich sicher geprägt, doch, heute habe ich auch Männer zu Freunden, oh ja. Auch wenn, kurz nach meiner Scheidung, in meiner Wohnung ein Mann keinen Korkenzieher bedienen durfte, geschweige denn andere Machtinsignien in die Hand nehmen.

Jetzt stehen hier zwei Fellnasen und sind der Meinung, dass wir nun unbedingt ganz dringen raus müssen, was soll ich da sagen, die sind einfach stärker als jeder männliche Anteil, sind ja auch zu zweit.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sorry,aber hier hört sich dat so an als ob Männer nur schlecht wären,von wegen sich mit Frauen schmücken,nettes Beiwerk und so.
Es gibt auch GENÜGEND Frauen die so sind,sich gezielt Männer mit einem guten Einkommen suchen,Liebe spielt dabei eine eher,wenn überhaubt eine Rolle in der zweiten,wohl eher dritten Klasse!!Es gibt ÜBERALL solche und solche,unabhängig welchen Geschlechts,da ich BEIDE Geschlechter lebe,gelebt habe(35 Jahre Frau),seit über 6 Jahren Mann,denke ich dat ich einen sehr guten Einblick in die Verhaltensweise beider Geschlechter habe,Gruß Lukas

samate hat gesagt…

Das mit dem Korkenzieher musste mir erklären, das verstehe ich nicht, aber Lukas hat schon Recht, es gibt so'ne und so'ne, aber es stimmt eben auch, dass das männliche Prinzip (an Lukas: das können auch Frauen sein) überbewertet wird. Und daraus folgt halt auch, dass der Mann ein Statussymbol sein kann, also die Liebe fehlt. Die Frage bleibt, warum ist das so, was ist da nicht im Gleichgewicht? Und wieder bin ich bei der Überbewertung des männlichen Prinzips. Da gäbe es noch viel zu sagen und zu diskutieren. Aber jetzt sende ich erst mal Grüße!!

Gabi

Anonym hat gesagt…

Ok,ich sachs mal auf meine Art,Idioten-Ar........r gibts auch überall und auf beiden Seiten!!Stimmt,darüber könnt man(frau) ewig disskutieren,aber isses dat wert??Jeder weiß doch selber wo er-sie steht,in dem Sinne,Gruß Lukas

Huhu Beate,ich bin ein GUTER :-)),zumindest meißt!!

mo hat gesagt…

ooops - so viel Püschologie am frühen morgen - aber ich schreib mal, was mir danach ganz spontan durch den Kopf ging -
Wenn ich in mir ruhe, weil ich keinen Mann mehr "brauche" (in jeder Hinsicht, meine ich)bin ich also mit meinen Polen im Einklang.
OK, macht Sinn.
Bin ich es dannnicht, wenn ich mich in einer Beziehung eingebettet wohl fühle?
Ich finde, doch - denn der Logik nach sind im Manne ja auch beide Pole, und nun kann es doch sein, daß mein Ying mit seinem Yang harmonisiert und umgekehrt - also wir beide dann sozusagen über Kreuz die Ruhe in uns finden... ebenso vielleicht Frau und Frau und Mann und Mann so wie auch Mensch und Tier.
Das passiert sicher selten (am ehesten wohl mit den Tieren), denn zwischen allen Polen schwirren noch die Hormone und der Alltag mit schreienden Kindern, Geldsorgen und geschlechtsspezifischen Machtsymbolen / -gehaben (um es mal neutral auszudrücken).

Summa summarum - spannendes Thema!