Montag, 21. September 2009

Heute: puh - Putz - und Aufräumtag!!!

Fertig bin ich noch nicht, wird frau das je? Doch nun muss ich darüber schreiben, damit ihr mich entweder bedauert oder Freude an meinem Unbill habt, je nach dem wie ihr gerade selber drauf seit.
Also, ich habe geputzt, geräumt, Wäsche gewaschen, gespült - meine Spülmaschine ist immer noch out of Order, Müll und Altpapier entsorgt. Das alles hätte ich nicht ertragen, wenn es da nicht meinen iPodund "Tintentod" gäbe, das Hörbuch zum gleichnamigen Buch von Cornelia Funke, gelesen vom Schauspieler Rainer Strecke, der dieses fulminante Finale der Trilogie lebendig werden lässt und mich mit nimmt auf eine Reise voller Gefahren, wilder Schönheiten und berührender Bilder, eine Reise, von der ich mir wünscht, sie möge niemals enden!
Und dann die Musik - schauerlich schön wie die Geschichte selber zu der ich jetzt aber nix sagen werde, lest oder hört selber. Ich finde sie sehr spannend und zauberhaft gruselig. Sie hat viele schillernde Personen: Meggie, Mo und Resa, Staubfinger, den Natternkopf und Farid, und interessante, unerwartete Wendungen - toll. Ich tauche dann ganz ab in diese andere Welt und halte manchmal inne, bei dem was ich da gerade blödsinniges tue - es ist wunderbar.
Doch dann plötzlich fehlte mir der dritte Teil vom dritten Teil der Trilogie und ich musste wieder zurück ins hier und jetzt und ihn auf den iPod laden - also PAUSE.
Der dritte Teil ist auch über 7 Stunden lang - mal sehen wann ich heute ins Bett komme, weil, ich kann mich fast nie losreißen.
Dann habe ich heute eine wirklich tolle eMail bekommen, lies selber:
Liebe Beate Knappe, ... Mit Ihrem wunderbaren Blog haben Sie mich über das Wochenende total verzaubert! Ich bin hingerissen von dem "Gesamtkunstwerk" Beate Knappe! Ihr künstlerischer Ausdruck, Ihre Lebendigkeit, die Lust am Leben, Ihre Stärke mit den "inneren Saboteuren" umzugehen hat mich ungeheuer beeindruckt! Ich muss Ihnen das einfach schreiben, weil mich immer wieder fasziniert, wenn Menschen so authentisch sind, ihrer inneren Bestimmung folgen, dabei auch Rückschläge aushalten und trotzdem weiter machen. Ich finde Ihre Fotos beeindruckend, Ihre Hexenwerke mit der Nähmaschine, ich sah Sie förmlich vor mir mit Ihren "Hundinen" am Rhein... ... Das Sie den Ihren auf eine so persönliche, künstlerische Art und Weise dokumentieren und andere Internet-Nutzer daran teilhaben lassen hat mich zutiefst berührt! Ich danke Ihnen dafür und werde nun gewiss ein regelmäßiger Leser! Erlauben Sie mir noch einen Satz: Ich finde Sie richtig toll! ...

Sowas berührt mich sehr und ich bin dankbar dafür, fühle mich geschmeichelt und geehrt und, werde rot.
Ich erinnere mich an Zeiten, an dunkle Zeiten, in denen ich zufällig die Blogs von Frauen entdeckte, die über ihr Leben, ihre Depression oder Krankheit schrieben und ich etwas fand, das mir Mut machte, mich aufbaute, usw. Wenn ich nur einen Bruchteil von dem mit meinem Blog bewirken kann, dann macht mich das sehr zufrieden und entschädigt mich für die Tatsache, dass meine Wohnung nicht "Selbstreinigend" ist.
Das Wetter heute war doch wunderbar, oder? So könnte es den restlichen Herbst bleiben, finde ich. Ach ja, ich habe ja immer noch keine funktionierende Waage, doch immer öfters meinen Leute, mit denen ich zusammentreffe, ich hätte abgenommen - yeepie - das tut gut. Ich gehe ja auch schwimmen, heute war ich wieder, letzte Woche leider nur einmal wg. der Erkältung.
Ich schwimme dann meine Bahnen so, wie andere ihre Runden laufen, es tut mir gut. In der Regel ist das Schwimmbecken nicht sehr voll, einige wenige schwimmen regelmäßige Bahnen, andere plätschern etwas oder stehen zusammen und quatschen, Männer und Frauen, meistens im Rentenalter. Heute jedoch waren da einige Männer, da sie solche Brillen trugen, kann ich nichts Näheres zu ihnen sagen, doch sie durchwälzten das Schwimmbecken in einer Art und Weise, das für die anderen und für mich wenig Raum zum Schwimmen lies, was mich zunehmend ärgerte. Ich denke, mit ein wenig Rücksichtnahme können wir alle schwimmen, doch wenn da zwei blind mit ihren Armen rumrudern gibt es unweigerlich Zusammenstöße so auch heute. Also, einer ist mit mir zusammengestoßen, denn ich schwamm, wie er auch, mit geschlossenen Augen. Die Blicke der älteren Damen waren böse, so als wenn ich hätte gefälligst Platz machen müssen. OK, das kann ja sein, das dies in ihrer Jugend üblich gewesen ist, dass Frauen sich unsichtbar machten, wenn Männer mehr Platz für sich in Anspruch nahmen als vorhanden war. Doch heute, im 21. Jhr., haben Frauen auch das Recht sich Raum zu nehmen, also ich habe das Recht mir meinen Platz ebenso zu nehmen, wie das ein Mann tut. Oder? Nur weil ich nicht Wettkampftaugliche Zeiten schwimme, kann das doch nicht bedeuten, dass ich Platz zu machen habe für Platzhirschen, denen es nur darum geht, sich mit anderen Platzhirschen zu messen - nee, nicht dort wo ich meine Bahnen ziehen möchte.
Und nun zurück zu Mo, dem Eichelhäher und Fenoglio und dem Plagiator Orpheus........

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