Samstag, 14. März 2009

Wer bin ich und was will ich?

Ist da immer eine Tür durch die wir gehen können?
Haben wir tatsächlich die Wahl?
Als ich diese Fotos fand dachte ich an diese Fragen.

Die Fotos sind vor fast 9 Jahren in der Toscana entstanden und machen Lust auf Urlaub, mir machen sie Lust auf Urlaub. Doch nun ist erst mal Wochenende und meine Hundinen schlafen entspannt in ihren Körben. OK, wir sind auch schon um 7.00h aufgestanden und haben unsere Runde durch den Park gedreht. Jeannie wie immer voller Energie und Tatendrang und Negrita leicht gennervt, doch letztendlich zu einer Spiel- und Toberunde mit Jeannie aufgelegt.
Eine Frau, die wir trafen meinte, Jeannie wäre aber gewachsen und selbstbewusst geworden. Wir hatten sie vor 3 Wochen getroffen, da war Jeannie gerade bei uns eingezogen und meinte von sich selber, die Größe eines Hamsters zu haben. Inzwischen denkt sie, sie wäre eine Dogge oder zumindest eine Schäferhund. Ja, die Zeit bleibt nicht stehen.

Darum die Frage was will ich?

Vor einigen Jahren habe ich Sue Benders Buch
"So einfach wie das Leben" gelesen.Darin beschreibt sie ihre Erfahrungen mit den Amish:
"Die Amischen hatten es mir angetan. So einfach war das. Objektiv gesehen ergab es keinen Sinn. Ich, die ich hart an mir arbeitete, um etwas Besonderes zu sein, verliebte mich in ein Volk, dem alles daran liegt, nur einfach, bescheiden und alltäglich zu sein."

Das Buch war wochenlang auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste!
Sue Bender hat ein weiteres Buch geschrieben, das habe ich mir gerade in englisch gekauft.
"Everyday sacred" heißt es. Und es scheint um die wichtigen Kleinigkeiten des täglichen Lebens zu gehen.

"There are no more questions you have to ask. There are answers that are inside you and now it's time to tell the story."

Sue Bender ist vonHaus aus keine Schriftstellerin, sie ist Legasthenikerin wie ich und trotzdem schreibt sie. Sie sagt, sie wollte immer etwas besonderes sein und hat bei den Amish gelernt ein einfaches, "normales" Leben zu lieben. Sie spricht von einer Stimme in ihr, die ihr gesagt hat was sie tun soll.
Ich und wer nicht(?) befürchte, dass, wenn ich von Stimmen spreche, von Intuition, meinen Kritikern, dass das Urteil "Ab-in-die-Klappse" nicht weit ist. Darum ist es für mich eine Ermutigung von ihr zu wissen.
"But somehow it's really learning to trust the voice that doesn't make sense but makes a lot of sense when you look back. "

Ich glaube von ihr ist der Satz, dass alles, was uns in unserem Leben passiert vergleichbar ist mit einem Quilt, der auch aus Einzelstücken zusammengesetzt wird und dann ein Ganzes ergibt. Also, die Dinge die uns passieren sind der Teil eines Ganzen, das sich unser "LEBEN" nennt?!
Alles hat einen Sinn und einen Grund?!
Und ich muss nur lernen meiner inneren Stimme zu vertrauen?!
Einfacher gesagt als getan.
Ich möchte einfach und simple, pragmatisch leben, keine Frage. Es geht mir nicht mehr darum, wie vielleicht früher "Berühmt " zu werden, ich möchte glücklich und zufrieden sein. Ich möchte ausreichend Geld haben, um mein Leben zu finanzieren. Warum ist das immer der Punkt, an dem die Ängste sich manifestieren? Ich weiß es nicht. Doch darüber nachzudenken was mir wichtig im Leben ist und was ich möchte, ist richtig.
Für dieses Wochenende möchte ich Frühling haben - ob sich dieser Wunsch erfüllen wird?

Kommentare:

Eliane Zimmermann hat gesagt…

dieses buch hört sich super an, werde ich mir vormerken, im moment muss ich mich durch den vampirroman (biss zum morgengrauen/Twilight) quälen, meinem sohn zuliebe, der es sooo toll findet und dann warten da noch ein paar bücher zu hause... aber ich brauche momentan sowas stärkendes, positives, einfaches... morgen gebe ich einen kleinen kurs für krebskranke frauen, bin mal gespannt auf diese mir unbekannte herausforderung. gruß eliane

Anonym hat gesagt…

danke fuer den tip!! meine schwester will sich das buch sofort kaufen. in bahrain gibt es einen englischen buchladen!