Samstag, 28. Februar 2009

War gerade mit meinen beiden Hundinen eine Runde, damit diese Pieseljule draußen ihre Geschäfte erledigen kann, wen ich meine? Jeannie natürlich. OK, das mit dem Pieseln ging schnell. Doch ich musste ja noch die Kacknummer abwarten und für die hat sie sich Zeit gelassen, wir alle Hunde, denn es scheint von übergroßer Bedeutung zu sein, an welche Stelle die großen Geschäfte erledigt werden, auch wenn der Mensch sie nachher gleich wegräumt.
Heute Mittag waren wir wieder fast 2 Stunden im Wald. Jeannie wird immer mutiger, was fremde Hunde anbelangt. Heute hat sie mit einem 9 Monate alten Dalmatiner Mädchen getobt, die war doppelt so groß wie sie. Dann war da auch noch ein Beagle Herr 1 1/2 Jahre alt, doch der war ihr zu aufdringlich- Kerle eben.
Dann gab es zu Hause das Fressen. Tackenberg hatte geliefert und darum diesmal eine neue Dose und siehe da, Jeannie und auch Negrita konnten nicht genug bekommen. Danach mussten wir alle drei eine Stunden ruhen und dann habe ich mir was zu essen gemacht und anschließend die ganze Wohnung geputzt und alle Pieselzeitungen entfernt und frische ausgelegt - mein Vorrat ist erschöpft.
Bei unserer letzten Pieselrunde waren wir in dem kleinen Park hier in der Nähe und da fließt in der Mitte ein Kanal. Negrita hat da schon so manchen Ball drin versenkt und mit ihrem jämmerlichen Geheule viel Spaziergänger dazu angeregt, ihr zu helfen den Ball wieder raus zu holen. Manchmal ist es gelungen manchmal nicht. Nun hatte sie einen dicken Stock dort entdeckt und stand am Ufer und heulte den Stock an - als wenn dem dadurch Beine wachsen würden und er raus kommen könnte. Ein Mann blieb schon stehen und meinte, sie würde gleich reinspringen. Ja, meinte ich, könnte sein, doch sie wüßte eben auch, dass die Böschung von der Wasserseite aus nicht so leicht zu nehmen sei und darum doch eher darauf verzichten würde - was dachte ich mir bloß dabei?
Im nächsten Moment machte es "platsch" und sie holte sich den Stock aus dem Wasser. Nun ja, anstatt damit nun in Siegerpose rumzurennen, schmiss sie in wieder ins Wasser. Jeannie, die das alles total aufregend fand rannte rum, bellte Negrita an und wusste eigentlich nicht so richtig um was es ging. Dann machte es wieder "platsch" und diesmal war es die wasserscheu Jeannie die ins Wasser gefallen war. Ich machte mich auf den Weg auch ins Wasser zu springen um mein Baby zu "retten", doch da war sie schon wieder draußen und bevor sie ihre Ängste äußern konnte, habe ich sie überschwänglich gelobt und Freudentänze aufgefühlt, ob dieser Athlettischen Leistung.
Nun strömte das Adrenalin durch diesen kleinen Körper und sie wusste nicht wo sie sich lassen sollte, sie war total aufgeregt. Ein paar Schritte weiter waren wir schon wieder vor unserem Haus und hier habe ich dann beide los gemacht und sie haben zusammen getobt - das war eine Freude.
So als wenn der Plumps ins Wasser ein Initiationsritus, eine Auszeichnung für Jeannie gewesen wäre und Negrita sich nun endlich mit ihr abgeben könnte. Es war eine Wonne zuzusehen, wie diese beiden miteinander getobt haben.
In der Wohnung musste ich dann Jeannie einfangen um sie trocken zu rubbeln, Negrita bleibt dabei ruhig stehen, weil sie weiß, zum Abschluss wird mit dem Handtuch gezergelt.
Was machen Menschen ohne Hund eigentlich an einem Samstagnachmittag?

Kommentare:

Wolkenspiel hat gesagt…

Sie machen Seife und amüsieren sich in der Fett-Abkühl-Phase über Deine köstlichen Berichte!
Ich habe zwar keinen Hund, aber es ist mir aus unerfindlichen Gründen eine Freude, hier zu lesen.
LG
Anne

Melanie hat gesagt…

Liebe Beate,
Menschen ohne Hund (in diesem Fall ich) tun am Samstagnachmittag folgendes... sie wühlen sich bei 15°C durch den Garten, mit dabei, die eigenen Katzen die sich freuen dass es endlich wieder warm ist :)
Liebe Grüße
Melanie

katha hat gesagt…

das frage ich mich auch, seit meine gestorben ist. wunderbare seite, habe ich durch einen backlink auf meine seite entdeckt und lese seit ein paar tagen freudig mit.

Traumschaumseife hat gesagt…

Na, sie lesen deinen Blog, Beate.
Seit dem hier ne Jule durch die Gegend pieselt und eine geduldige Negritatante Supernanny spielt, ist ja immer was los.