Mittwoch, 14. Januar 2009

Guten Morgen...

...also, ich habe gut geschlafen und, auch wenn das Wetter eher grau ist, könnte dies ein guter Tag werden, wie war das? Die Ewigkeit liegt vor mir, ja so fühle ich mich. Und das mit dem Wetter wird schon werden, ist es doch bisher jedes Jahr noch, besser oder anders geworden, meine ich.

Negrita hatte, aufgrund einer übergroßen Menge an Leckerlies, gestern ein wenig Magenkneifen und war darum sehr froh darüber, dass sie wieder Grünzeug fand und fressen konnte, denn es hat ja getaut. Ja, Negrita ist eine Kräuterhexe und weiß intuitiv was ihr gut tut.

Meine Nachbarin offensichtlich nicht. Ich traf sie als sie gerade dabei war ihren Mercedes per Fernbedienung abzuschließen. Sie ging ins Haus und ich auf meine Morgenrunde mit Negrita. Zur Begründung, obwohl unnötig, sagt sie, sie wolle nicht so früh im Büro sein, denn es gäbe nicht soviel zu tun. Ihr Mann ist Selbständige, und sie arbeitet in seinem Büro, obwohl sie, vom Alter her, eigentlich schon Rente bekommen müsste. Vor Weihnachten war sie auf irgend einer dieser Sonneninseln im Urlaub - ich glaube, sie haben dort eine Wohnung und sah noch leicht gebräunt aus. Auf jeden Fall fing sie ein Gespräch mit mir an, weil doch die Umsätze so stark zurückgegangen wären (?). Gut, meinte ich, ist das nicht immer am Anfang eines Jahres der Fall? Ja, meinte sie, aber in dieser Höhe, und sie müsse ja auch die Angestellten bezahlen, das wäre schon schlimm, und die allgemeine Wirtschaftslage....
Es geht doch darum, dass der Umsatz niedriger ist als im Vorjahr, was aber auf jeden Fall bedeutet, da gibt es Umsatz – ist doch schön, oder?
OK, an dieser Stelle hätte ich einfach leicht mit dem Kopf nicken brauchen und meinen Mund halten sollen, doch, das kann ich nicht und sagte: Das die Menschen, die mit dem Geld, das sie eh’ übrig hatten „schnelles Geld“ machen wollten und es in Papiere und Fonds investierten, doch gar nicht so arm dran wären, denn schließlich hätten sie ja immer noch Geld. Außerdem würden wir im Wirtschaftssystem des Kapitalismus leben, was ja auch seine Vorteile hätte, da wäre so etwas ganz normal und würde mich weder wundern noch meine Stimmung beeinflussen. Das war wohl falsch. Was wollte sie hören? Ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall kam sie dann auf meine Umzugskartons zu sprechen, die noch auf dem Flur vor unseren Wohnungen stehen. Wir wohnen auf der gleichen Etage, zusammen mit 2 weiteren Mietparteien. Ich sagte, dass die da so lange stehen würde bis ich fertig sei. Ja, das ging doch nun schon seit Monaten so. Stimmt, sagte ich, seit November - wobei ich darauf hinwiesen möchte, dass über die Feiertage der Flur leer war und erst seit einer guten Woche da wieder Kartons stehen.
Und, meinte ich, wohnen sie auf dem Flur? Nein, doch dafür würde sie keine Miete bezahlen, das sehe doch asozial aus. Ich meinte, das würde es nur, wenn sie es so empfinden würde.


Was ist ihr Problem, ihr wirkliches Problem? Sie scheint eines zu haben und das verstehe ich wohl nicht. Als ich von meiner Morgenrunde mit Negrita zurückkam, kam sie mir entgegen und nun fing sie wieder ein Gespräch an, doch sehr freundlich, es ging um Negrita.
Was soll das? Was hat sie? Ich kann solche Menschen nicht verstehen.

1 Kommentar:

Traumschaumseife hat gesagt…

Hm, sie braucht Aufmerksamkeit.
Würde ich sagen.
Lad sie zum Tee ein und du wirst sehen.... ;-)