Montag, 28. Juli 2008

Nur weg....

Warum habe ich von Zeit zu Zeit den Wunsch einfach nur weg zu gehen?
Mein Hab und Gut zu verkaufen und alles was ich noch brauche in einen großen Wohnwagen zu packen, den Rest für später einzulagern und auf Reise zu gehen - da hin, wo es schön ist und mir gefällt. Online kann ich überall gehen - das dürfte kein Problem sein.
Also, was bedeutet das? Ist das Flucht? Wenn ja, vor was?
Ich muss nicht täglich mein Arbeitskraft an Jemanden verkaufen der sie eh' nicht haben will, kann meinen Tag so gestalten, wie ich will - und trotzdem bin ich unzufrieden.
Habe da etwas gelesen - das mich aufbaut, weil es eine Erklärung ist:


Immer wenn wir mit unserem bewusstem Verstand Veränderungen vornehmen wollen, blockt unser Verstand-Körper System ab, um auf der Ebene des Überlebensmodus zu bleiben, die einmal Wahrheit war.

z.B.: Du nimmst dir vor, regelmässig Sport zu treiben und auf einmal hast du keine Zeit mehr. Die Zeit geht für andere Dinge vorbei, rennt wie niemals zuvor, ohne das du etwas tust.

Erklärung:
Diese in jedem Menschen existierende Muster sind verankert im Energiesystem und der Verstand, der das Grund-Konzept hat, kämpft mit Widerstand und Argwohn gegen jede Veränderung.Das System ist darauf ausgerichtet, zu überleben, dass hat es einmal gelernt und wenn es mit einer Veränderung konfrontiert wird, auch wenn du im Bewusstsein weißt, es ist zu deinem allerhöchsten Wohl, wird dein Überlebensprogramm in einen panikartigen Zustand versetzt, denn diese Veränderung, die du willst, ist etwas völlig anderes, als das, was es gelernt hat. Du hast dieses Überlebensprogramm installiert, damals,als es überlebenswichtig war, und jetzt liegt es an dir, es zu de-installieren.

OK - hört sich irgendwie vernünftig oder zumindest nachvollziehbar an - oder?
Das heißt für mich, ich stecke in diesem Konflikt, will etwas verändern und mein eigenes System stellt sich quer - daher kommt dann wohl auch dieser Fluchtgedanke.
Wäre eien Möglichkeit - nun geht es mir besser.

Doch, ich stelle mir immer noch die Frage : WAS WILL ICH WIRKLICH?
Stellst du dir diese Frage auch und wie beantwortest du sie?

Da habe ich mir doch vor eine paar Monaten - im November 2007 - Imaginations Bilder zusammengestellt, wie ich mir meine Zukunft vorstelle. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch gebunden, nun bin ich es nicht mehr - nun kann ich entscheiden wohin und was ich will, doch genau das ist eben nicht so einfach.
Warum ist das so?

Kann ich besser träumen, wenn nicht die Möglichkeit zur Umsetzung besteht?
Das ist bizzar - oder?
Also, was lerne ich daraus? Das ich Angst habe Entscheidugen zu treffen, oder, dass es mir zumindest schwer fällt welche zu treffen, alleine treffen zu müssen?
Nun gut, ich denke, damit bin ich nicht alleine.
Was mache ich - was fehlt mir - was brauche ich, damit es mir mit den Entscheidungen besser geht?
Ein Gefühl dafür, was ich wirklich will..........

1 Kommentar:

Angelika Westermann hat gesagt…

Flucht - das ist es nicht Beate. Glaube ich jedenfalls nicht. Ich glaube eher, daß es Dir wie so ziemlich jedem Künstler geht. Wir haben eine ganz große Sehnsucht in uns, nämlich die, unsere Träume und Visionen in unserer Kunst auszudrücken. Der Alltag jedoch kommt uns dabei oft genug in die Quere. Dieses Gefühl, weg zu wollen, ist wohl eher der Gedanke, dem Alltag entkommen zu wollen (also vielleicht doch eine Flucht, hmmm) in der Hoffnung, dann bessere Kunst zu machen. Oft haben wir die Vorstellung, daß eine Umgebung nach unserem Geschmack (z. B. das kleine verwunschene Häuschen am Meer) helfen würde, unsere Kunst besser zu machen. Ich glaube, das ist ein Trugschluß.
Ich glaube, daß diese Träume und Sehnsüchte unsere Ideen beflügeln und uns helfen, uns auszudrücken. Vieles davon läuft sicherlich unbewußt ab. Und das, was wir wirklich wollen, ändert sich auch mit der Zeit. Unsere Bedürfnisse und damit auch unsere Träume sind unserer persönlichen Entwicklung unterworfen.
Ach Mensch, ich sollte wohl besser ins Bett gehen, ich werd moralisch.
Gruß, Angelika