Montag, 11. Juni 2007

Meine neuen C R O C's

In den USA machten sie schon 2005 Furore, Prominente wie Teri Hatcher, Matt Damon und Robert De Niro wurden seither im Freizeitlook mit Crocs an den Füßen gesichtet. Manche behaupten ja, sie wären eine Beleidigung für jedes Auge. Ist mir egal.
Der Bequemschuh aus aufgeschäumtem Plastik sieht aus wie ein außerirdischer Cousin der guten alten Clogs ist aber aus Kunststoff, genauer gesagt aus einem Zell-Granulat hergestellt, das Geruchs- und Bakterienbildung sowie Pilzwachstum vermeiden hilft und durch Körperwärme weich wird. Ein orthopädisch gestalteter Absatz soll für gesunden Tragekomfort sorgen.
Im Zehenbereich haben Crocs große Löcher, durch die Luft den vorderen Unterfuß erreicht und eventuell dennoch auftretende Flüssigkeit seitlich abgeleitet wird. Ursprünglich wurden die unförmigen Botten für den Wassersport entwickelt, für Canyoing und Segeln, wo ein wasserfester Schlagschutz an den Füssen nötig ist, der sogar auch noch schwimmt.

Aus dem Sportbereich hat sich der Croc aber hin zum idealen Begleiter im US-amerikanischen Alltag geschlappt. Er ist nahezu unendlich belastbar, auch für fette Füße bequem, das Granulat passt sich via Körperwärme dem Fuß an, man kann morgens in die Crocs reinschlurfen und muss sie den ganzen Tag nicht mehr ausziehen – Duschen, Shoppen, Automatikautos fahren, Strandspaziergang, Eis und Ketchup drauf tropfen - überall haben sich die Crocs bewährt.

Viele bunte Farben lassen ein erträgliches Maß an Entscheidungsmöglichkeit und nicht nur das Fußklima, sondern auch alle Form- und Dessinfragen, die den Schuhkauf bisher zu einer passablen Leistung adelten, sind mit den Crocs geklärt.
Promimäßig durchgewunken wurden die Funktions-Pantoffeln bereits, und damit haben die Crocs das Unterschichten-Stigma locker umschifft, an dem einst vermutlich der Siegeszug der Trekkingssandale scheiterte. Dass die Crocs dabei klumpig und unelegant sind, scheint im Meer ihrer Vorzüge unterzugehen und auf nichts anderes zu deuten, als dass die allgemeine Ästhetik gegenüber der individuellen Gemütlichkeit zunehmend ins Hintertreffen gerät.


1 Kommentar:

Ulla hat gesagt…

zu spät, Beate
die habe ich " verzweifelt" vor meinem Urlaub gesucht.
:-) Ulla